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Frauke in der Gasse

Am Samstag, 11. Februar 2017 fand beim Todtglüsinger SV in Tostedt ein Landeslehrgang im Bereich Gewaltprävention für junge Frauen mit dem Konzept
„Fit für die Fete“ statt. Die Weiterbildung des Niedersächsischen Ju-Jutsu Verbandes (NJJV) richtete sich an lizensierte Kursleiterinnen und Kursleiter, sowie interessierte Vereinstrainerinnen und Trainer. Organisiert wurde die Ausbildung von der NJJV-Direktorin Zielgruppen Frauke Schlichting, die gemeinsam mit Referent Andreas Woyth den Lehrgang leitete.

26 Teilnehmerninnen und Teilnehmer aus 18 Vereinen von NRW über Bremen, Niedersachsen bis Hamburg fanden sich trotz winterlicher Straßenlage zur Weiterbildung ein.

Den beiden Lehrkräften ist nur allerhöchstes Lob auszusprechen, denn sie haben es verstanden, bei der umfangreichen 4-stündigen Veranstaltung deutlich den roten Faden für eine Kursdurchführung im Verein zu vermitteln.

Das Konzept wird von verschiedenen Sponsoren unterstützt (u.a. DAX-Sport, Weisser Ring und dem Sparkassenverband Niedersachsen) und bietet den teilnehmenden Vereinen in Niedersachsen die Möglichkeit, dieses Gewaltpräventionprogramm umfänglich zu nutzen. Dieses teilweise auch mit einem finanziellen Anreiz.

Inhaltlich wurde Theorie und Praxis anhand des Ampel-Prinzips vermittelt: mit grün = Prävention, gelb = Selbstbehauptung, rot = Selbstverteidigung wurde den Ju-Jutsuka zugleich ein schlüssiges Konzept und ein erprobtes Skript an die Hand gegeben.

Praktisch wurden Kennenlernspiele für das gegenseitige Vertrauen der Sportlerinnen und Sportler erlernt. Mit Schlafbrillen ausgestattet, wurden „blinde“ Partnerinnen und Partner durch einen Hindernisparcour geführt. Umfassend wurde die Thematik „Party“ für die hier angesprochene Zielgruppe „Mädchen im Alter von etwa 12 bis 14 Jahren“ analysiert.

Was ist bei der Anreise zu bedenken? Was kann auf der Party passieren? Alkohol? Drogen? Belästigungen? Wie komme ich sicher wieder nach Hause? Mit der sog. „Schnapsbrille“ oder „Drogenbrille“ wird die Wahrnehmung unter Alkohol- und Drogeneinfluß simuliert. Interessante Erfahrungen für so manchen erfahrenen Ju-Jutsu-Trainer, der auf einmal kaum mehr geradeaus laufen konnte. Ebenso wurden Bewegungseinschränkungen mit Mini-Rock und High-Heels durch entsprechende Trainingsgeräte dargestellt. Ein vormals einfacher Parcour wird dann zur sportlichen Herausforderung.

Erfahrungsreich ist auch die Übungsform „Gasse“, die vielfältige Aufgaben und Selbsterfahrungen für die Übenden bot.

Eine intensive Feedback-Runde schloß die Weiterbildung ab. Danke an Frauke Schlichting und Adreas Woyth für die Durchführung der tollen Weiterbildung!

Weitere Informationen unter www.njjv-praevention.de.


Medienteam NJJV

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