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Die letzten Hürden auf dem Weg zum Schwarzgurt und wie man sie bewältigt, war Thema eines Bezirkslehrgangs „Vorbereitung auf den 2. und 1. Kyu JJ“ Ende September in Oldenburg. Referenten waren der Prüfungsreferent des BFV Weser-Ems, Norbert Töbermann, 5. Dan JJ und der Lehrreferent des Bezirks, Ralf Thiele, 5. Dan JJ.

Bis zum 1. Dan ist zwar noch ein wenig Zeit, prüfungstechnisch nähert man sich aber schon deutlich den kommenden Anforderungen an. Konnte man sich in den ersten Prüfungen seines Sportlebens hier und da noch so manchen Patzer erlauben, wird die Toleranzschwelle der Prüfer in Richtung Dan-Prüfung doch merklich enger und so soll es auch sein.

Die beiden Referenten ließen sich die geforderten Techniken von den Teilnehmenden vorführen und schauten, ob die jeweiligen Ausführungen mit den Prüfungsprogrammen kompatibel sind. Es wurden Anregungen aber auch Korrekturen gegeben. Besonders die Abwehr von Waffen war wieder ein umstrittenes Thema. Hier kann man merken, wie unterschiedlich dies in den einzelnen Vereinen trainiert wird. Besonders wichtig war den Referenten die Umsetzung der Ju-Jutsu Prinzipien und der Hinweis: Dynamik und Schnelligkeit sind wichtig, aber eine saubere und deutlich gezeigte Technik ist noch wichtiger.

Ebenfalls in Oldenburg fand dann auch die Lehreinweisung zur Vorbereitung auf den 1. Dan JJ statt. Der angehenden Meisterin und dem angehenden Meister sollen hier Fertigkeiten jenseits der eigentlichen Selbstverteidigungstechniken vermittelt werden, die es ermöglichen, ein eigenes Training zu konzipieren und zu leiten. Besonders wichtig sind hierbei die rechtlichen Aspekte bei der Aufsicht über Personen, insbesondere von Minderjährigen und der ganze Bereich der Notwehr. Diese Thematik war Inhalt eines Lehrgangs des Bezirksfachverbandes Weser-Ems im September in Oldenburg. Referenten waren auch hier Ralf Thiele und Norbert Töbermann. Dem Thema entsprechend war also viel Theorie angesagt. Viele Gesetze und ihre Auswirkungen auf das Training, aber auch reale Verteidigungssituationen waren durchzusprechen und zu diskutieren. Wie ist der Umgang mit Minderjährigen beim Training und das Verhalten in Notwehrsituationen richtig.

Der Praxisteil kam aber dennoch nicht zu kurz. Besonderen Wert legten die Referenten auf die Vermittlung der Ju-Jutsu Prinzipien, Basis jeder Technik- und jeder Technikgruppe. So wurde hier explizit darauf hingewiesen, dass das saubere Erlernen einer Ju-Jutsu Technik wichtig ist, aber das zugrunde liegende Prinzip genauso, wenn nicht sogar wichtiger. Der Tag war also gut ausgefüllt und trotz der großen Stoffmenge waren alle teilnehmenden angehenden Ju-Jutsu Meisterinnen und Meister der Ansicht, viel für sich und ihr Training dazugelernt zu haben.

Medienteam NJJV

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