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vlnr. Sven Wolter (RW Coxhaven), Thomas Geske (JJC Peine)

Der Deutsche Ju-Jutsu Verband bot kürzlich eine online-Ausbildung zum Kinderschutzbeauftragten an, die „Corona-bedingt“ als Pilotprojekt in Form einer Videokonferenz durchgeführt wurde.

An der 14 Tage dauernden Online-Ausbildung, die von der Deutschen Sportjugend gefördert wurde, nahmen aus Niedersachsen Thomas Geske vom JJC Peine, Uwe Nettlau und Andreas Oeft vom Helmstedter SV sowie Andrea Fischer und Larissa Frankenfeld von der Ju-Jitsu Academie Goslar, sowie Andreas Wolter vom Rot-Weiss Cuxhaven erfolgreich daran teil.

Die fundierte Ausbildung leitete Fritz Schweibold mit Unterstützung von Michael Korn und Tom Ismer. Dadurch, dass einige schon als Jugendtrainer arbeiten, waren sie schon bestens auf diese Aufgabe mit seiner besonderen Problematik und der dafür erforderlichen Sensibilität vertraut, um sich für den Schutz und die Interessen der Kinder zu engagieren.

Inhalte der Ausbildung waren der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller oder körperlicher Gewalt, Mobbing oder Sucht –wie z. B. Drogen, Alkohol, Internet-. Einige Trainer werden jetzt ein Schutzkonzept erarbeiten, das für ihren Verein verpflichtend wird. Damit übernehmen die Vereine noch bewusster und auch deutlich sichtbarer Verantwortung für ihre minderjährigen Mitglieder und hoffen, damit derartigen Vorkommnissen wirksam begegnen zu können. Die Kinder und Jugendlichen sowie Eltern sollen durch den Kinderschutzbeauftragten einen Ansprechpartner im Verein haben und sich dadurch sicherer fühlen.

Bei Ungereimtheiten oder Verdachtsanlässen vermittelt der Kinderschutzbeauftragte zwischen den Betroffenen oder stellt Verbindungen zum Jugendamt bzw. regionalen Beratungsstellen her. In vielen Vereinen hat der Kinderschutz schon jetzt eine hohe Bedeutung. So wird schon länger von jedem Trainer ein erweitertes Führungszeugnis verlangt und durch entsprechende Hinweise werden diese auch für diese Problematik entsprechend qualifiziert. Durch die Ausbildung zum Kinderschutzbeauftragten soll erreicht werden, dass sich alle Mitglieder in den Vereinen sicher und gut aufgehoben fühlen und allein der Ju-Jutsu Sport im Vordergrund steht.

In Zukunft werden sicherlich noch mehr solcher online-Ausbildungen vom Ju-Jutsu Verband angeboten. Natürlich ersetzt das nicht den persönlichen Kontakt, aber es ist eine sinnvolle Ergänzung, spart Fahrt-/ Übernachtungskosten und Zeit.

 

Medienteam NJJV

 

 

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