Und täglich grüßt das Murmeltier - könnte man sagen. Zum zweiten Mal nach dem ersten Lockdown, bereiteten sich Ju Jutsuka aus dem Cuxland auf die Prüfung zum 1. Dan vor.
Der MTV Lüdingworth (Cuxhaven), der Rot-Weiß Cuxhaven und die TSG Nordholz hatten das Ziel fest im Blick und es drohte wieder einmal vom Bildschirm zu verschwinden. Schnell herrschte Einigkeit darüber, dass es trotz der abgekürzten Vorbereitungszeit, die durch den Lockdown entstehen würde, es dennoch gelingt, eine gute Leistung auf die Matte zu bringen, die dem Anspruch an einen Meistergrad entspricht.

Der Bezirksprüfungsreferent Sven Brokmöller, 5. Dan und Ramona Samland, 4. Dan konnten gewonnen werden, zusammen mit Bernd Kunze, 5. Dan als Vertreter der „Cuxland“ Vereine, die Prüfung abzunehmen. Sven und Ramona, die dafür und unter Corona-Bedingungen aus Todtglüsingen bzw. Bothel anreisen mussten, haben damit dem Ehrenamt alle Ehre erwiesen.

Selbstverständlich konnten in der Halle des Rot-Weiß Cuxhaven auch alle Bedingungen eingehalten werden, die eine Prüfung mit den Vorgaben der Landesregierung und des Landkreises Cuxhaven in diesen Zeiten erforderten und Stand hielten. Vielleicht darf man anmerken, dass wohl alle Ju Jutsu Vereine dazu in der Lage sind, auch wenn sie keine Einkommensmillionäre auf der Matte haben. Für Bernd Kunze war es zudem ein spannender Tag, denn fünf der angetretenen Teilnehmer an der Prüfung hat er gemeinsam mit Nicole Müller 3. Dan (Abteilungsleiterin MTV Lüdingworth) über viele Jahre auf diesen Tag vorbereitet. Jeder Trainer/Trainerin versteht, was da in einem vorgeht.

Sven Brokmöller stimmte als Prüfungsvorsitzender mit Empathie, Erfahrung und Sachverstand die Prüflinge auf ihren bevorstehenden Einsatz ein. Mit viel Dynamik und kräftezehrendem Einsatz kamen manche Prüflinge konditionell an ihre Grenzen, aber in der Selbstverteidigung muss es weitergehen, auch wenn eigentlich nichts mehr geht. Als erfahrene Ju Jutsuka und Prüfer gelang es aber der Prüfungskommission, fast alle Teilnehmer zum Ziel zu bringen. Ein Prüfling musste erkennen, dass es ihm an diesen Tag nicht gelingen wird, die Prüfung zu bestehen. So teilte er der Prüfungskommission mit, dass er seine Bemühungen abbricht. Menschlich gesehen eine meisterliche Entscheidung, die von der Kommission auch einhellig erkannt und letztlich gewürdigt wurde, auch wenn es dafür keine Graduierung gibt.

Das komplexe Programm zum 1. Dan konnten dann sechs von sieben Teilnehmern erfolgreich zu Ende bringen. Natürlich hatte die Kommission für jeden Prüfling wertvolle Hinweise, die sie in ihre zukünftige Trainingsarbeit sicher einbauen werden. „Platt“ und voller Stolz nahmen sie ihre Urkunden entgegen. Was es bedeutet, einen schwarzen Gürtel zu tragen, erleben sie leider erst nach dem Lockdown. Die Prüfer und Trainer wissen das und freuen sich natürlich auch, dass sie ihren Beitrag dazu leisten konnten. So danken die drei Cuxland-Vereine aber auch all denen, die so ein Vorhaben unterstützen und ohne die es so einen Erfolg nicht geben würde. Neben den sichtbaren Protagonisten, sind es die guten Geister vor Ort, die sich um Getränke und Verpflegung kümmern, aber auch unsere Funktionäre in den Verbänden und Kommunen. Ein ehrenamtliches Räderwerk welches besonders in Krisenzeiten seinen Wert mehr als unter Beweis stellt.

Mit einem Präsentkorb voller Vitamine eines örtlichen Obstbauern wurden Sven und Ramona nach einem langen Prüfungstag aus Cuxhaven verabschiedet.

Es haben bestanden:

  • Robert Kreimer
  • Jan Samland
  • Andreas F.
  • Pascal Kreimer
  • Steffen Zeidler
  • Jorit Winklmeier

Herzlichen Glückwunsch!

 

Medienteam NJJV

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